Pressestimmen: Effektvoll inszeniert Kaiser das Requiem

Effektvoll inszeniert Kaiser das Requiem (WAZ 24.11.03)

Eine beachtliche Leistung: Mozarts Spätwerk am Samstag in der Melanchthonkirche

Immer wieder sind es die ersten acht Takte des Lacrimosa aus dem Mozartschen Requiem, die für Furore sorgen: Nicht anders war es am Samstag in der Melanchthonkirche. Effektvoll ist wohl die beste Beschreibung für die Aufführung: Kantorei und Projektchor sowie das Mozart-Ensemble Ruhr unter der Gesamtleitung von Ludwig Kaiser versuchten einen neuen Ansatz diesen Dauerbrenner der Konzertlandschaft zu "inszenieren": Nach den ersten acht Takten des "Lacrimosa" brach Ludwig Kaiser ab und fügte das "Agnus Dei" für Chor a capella von Krzysztof Penderecki ein ... war das, was das Publikum vernehmen konnte, eine beachtliche Leistung. In (selbst für unsere Ohren) sehr hohem Tempo gelangen den Singenden auch die schwierigen Fugen im Kyrie, waren die dynamischen Abstufungen in allen Facetten hörbar: Wirklich veredelte Klangentwicklung sowohl in den hohen Sopranlagen als auch in den elementaren Basslinien. Das Orchester agierte (zum großen Teil) auf historischen Instrumenten, was die Klangauthentizität steigerte ...