Pressestimmen: Messe in h-moll

Instrumente sind eine Sensation für sich

08.12.2009 / Lokales

Von Carsten Marc Pfeffer


Bei der Messe in h-moll von Johann Sebastian Bach in der Melanchthonkirche. Kantorei wächst über sich hinaus

Nicht zu Unrecht wurde Johann Sebastian Bachs Messe in h-moll von den Romantikern „die hohe Messe" genannt. Die Melanchthonkirche war bis auf den letzten Platz ausverkauft, als die Kantorei, unterstützt von vier Vokalisten sowie dem Bach-Ensemble, begann, unter der Leitung von Ludwig Kaiser das große Werk zu bewältigen.
Die historischen Instrumente des Bach-Ensembles waren eine Sensation für sich. Ob Tromba, Timpani oder Corno da caccia - es gab viel zu sehen und zu hören. Der Vokalzyklus zeugte bei aller Mannigfaltigkeit von hoher Geschlossenheit und Aussagekraft. ...  Unter der Leitung von Ludwig Kaiser wuchs die Kantorei über sich hinaus. Bereits nach dem ersten „Kyrie eleison" hatte die verzehrende Stille der kleinen Pause das Publikum mitgenommen in die wohligen Gesangswellen, die sich himmelwärts wanden und von dort den Blick auf das gesamte Menschheitsdrama offenbarten: „Herr, erbarme Dich."
... Langer Applaus, der sich schließlich zu Standing Ovations steigerte. In der Melanchthonkirche war ein überaus verdienter Erfolg zu erleben.